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Leoparden

IUCN- (International Union for Conservation of Nature) Einstufung:
Gefahrenklasse 5-6 – gefährtet bis stark gefährdet

Merkmale

Der Leopard ist eine relativ kleine Raubkatzenart, jedoch etwas größer und kräftiger als der Gepard. Er gilt als die intelligenteste Raubkatze. Er ist leicht und geschmeidig gebaut. Deshalb kann er auch sehr schnell rennen und er ist in der Lage sich von Bäumen fallen zu lassen, ohne sich zu verletzen. Sein Körperbau schwankt allerdings auch mit dem Gebiet, in dem er lebt. Leoparden, die man in Wäldern antrifft sind meist kleiner und korpulenter, wohingegen die Steppenleoparden größer und schlanker sind. Ihre Körpergroße schwankt deshalb zwischen einem und 2 Metern, sein Schwanz zählt einen weiteren Meter. Das Gleiche gilt auch für sein Körpergewicht. Es schwankt je nach Region zwischen 40-80 Kg bei Männchen und zwischen 30-60 Kilo bei Weibchen.

Weil der Leopard gut gepolsterte Ballen und Krallen hat, kann er sehr gut schleichen. Das kommt ihm bei der Jagd zu Gute. Seine Sinne sind außergewöhnlich gut ausgeprägt. Seine Ohrmuschel ist beweglich, so kann er in verschiedene Richtungen hören. Seine Sehfähigkeit ist tagsüber vergleichbar mit der des Menschen, nachts sieht er sehr viel besser. Denn seine schlitzförmigen Pupillen kann der er öffnen, somit trifft bei Dunkelheit mehr Licht auf die Netzhaut. Außerdem erleichtert die widerspiegelnde Netzhaut, die Tapetum lucidum, das sehen bei Nacht erheblich.

Seine nächsten Verwandten sind der Löwe und der Jaguar. Die frühesten Leoparden haben weit vor 1,9 Millionen Jahren gelebt.

Lebensraum

Der Leopard ist die am weitesten verbreitete Raubkatze. Er lebt auf verschieden Kontinenten: Afrika, Asien und Arabien, aber auch in verschiedenen Landschaften: Steppen, Savannen, Gebirgen und Wäldern. Der Kongo ist das Land mit den meisten frei lebenden Leoparden.

Seine Vielseitigkeit verdankt der Leopard seiner Anpassungsfähigkeit. Auf Grund seiner Präsenz auf verschiedenen Erdteilen sind über die Jahrhunderte auch verschiedene Unterarten entstanden, wie sich an der Fellfärbung zeigt. Die schwarzen Leoparden leben zum Beispiel in den Regenwäldern, wohingegen die Leoparden, die durch die Steppen ziehen, ein braun-gemustertes Fell besitzen. Der Armurleopard ist inzwischen ausgestorben und der Schneeleopard, auch Irbis genannt, gilt als eigene Art. Das schwarze Fell wird durch ein rezessives Gen vererbt. Ein Leopardenwurf einer Mutter mit braun-gemustertem Fell kann also auch schwarze Junge bekommen.

Im Gegensatz zu anderen Raubkatzen, wie den Löwen und Geparden, lebt der Leopard vorzugsweise in unübersichtlichem Gelände, versteckt sich oft auf Bäumen und in Höhlen, und stört sich auch nicht daran, seinen Lebensraum mit Menschen zu teilen. Das unterscheidet ihn von den anderen Raubkatzen. Des Menschen liebste Begleiter, die Haustiere, sind zudem eine gerngesehen Beute. Menschen allerdings werden in der Regel nicht vom Leoparden angegriffen.

Sozialverhalten

Leoparden sind Einzelgänger. Sie leben in ihren Revieren, die bis zu 500 km2 groß sein können. Manchmal überlappen Reviere von Männchen mit Revieren von Weibchen. Die Reviergrenzen werden durch Kratzspuren in Baumrinden oder durch Urin markiert und im Notfall durch Kampfverhalten verteidigt. Leoparden sind Beobachter, sie suchen sich gerne eine Anhöhe oder einen Baum, um ihr Gebiet im Auge zu behalten. Sie weichen ihren Feinden wenn möglich aus. Das ist auch klug so. Denn da der Leopard nicht sehr stark ist, hat er gegen Löwen, Hyänen und Tiger kaum eine Chance. Die Konfrontationen gehen meist tödlich für ihn aus.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit der Leoparden dauert nur einige Tage. Nach der Paarung bleibt das Männchen jedoch noch für die Aufzucht und Nahrungsbeschaffung als Stütze beim Weibchen, das nach einer Tragzeit von 3 Monaten wirft. Meist besteht der Wurf aus 2-5 Jungen. 1-2 überleben in der Regel. Sie werden zuerst vom Muttertier gesäugt. Mit einem viertel Jahr begleiten sie sie bei der Jagd, um zu lernen. Nach 2 Jahren sind sie erwachsen und ab dem dritten Lebensjahr sind sie geschlechtsreif. Sie werden in der Regel 15 Jahre alt.

Ernährung

Kleinwild und Huftiere sind des Kätzchens liebste Nahrung, doch gibt sie sich, falls diese ausbleiben auch mit Reptilien und Vögeln zufrieden. Nur in Zeiten allergrößter Not greift sie zu Insekten. Hier zeigt sich wieder die enorme Anpassungsfähigkeit an die Lebensumstände. Auf Grund seiner schlanken Statur kann der Leopard sich beim Erlegen seiner Beute, ebenso wie der Gepard, nur seine Geschwindigkeit zu Nutzen machen. Er lauert seinem Opfer auf, schleicht sich an, und stürzt dann darauf zu, rammt es, bringt es so zu Boden und erwürgt es mit einem einzigen Biss in die Kehle. Dabei wird oft auch die Halswirbelsäule gebrochen. Schnell schleppt der Leopard seine Beute in seinen Bau um sie vor seinen Feinden, den Löwen und Hyänen zu schützen. Außerdem tötet er  mehr als er fressen kann, um zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurück  zu greifen.

Auch er jagt am Liebsten bei Nacht.

Bedrohung

Gemäß der IUCN ist der Leopard derzeit, wegen seiner außerordentlich guten Anpassungsfähigkeiten die am geringsten gefährdete Raubkatzen. Jedoch ist die  Bedrohung durch den Menschen  vielseitig. Zunächst wurde Jagd auf den Leoparden unternommen, weil er die Haustiere tötete. Dann kam die Angst auf,  er könne auch auf die benachbarten Einwohner losgehen. Außerdem ist sein Fell in der Mode- und Luxuswelt sehr gefragt, und nicht nur damit lassen sich Unmengen an Geld verdienen. Auch durch Jagdveranstaltungen können sich Landeigner eine sichere Einkommensquelle schaffen. In letzter Zeit bedrohen die elegante Wildkatze allerdings die Zersiedelung und die Zerstörung von Lebensraum.

Sein Vorkommen hat alarmierend abgenommen. Der Leopard ist bereits auf der Sinaihalbinsel, auf Sansibar und in Marokko ausgestorben. Auch im Kaukasus und im Armurgebiet wird er dies über kurz oder lang tun. Auf der Arabischen Halbinsel, in Anatolien und in Palästina leben jeweils nur noch circa 20 Leoparden. Das gleiche gilt für Gegenden wie dem Iran, Turkmenistan, Pakistan, Bangladesh und China.

Probleme machen Leoparden, die wir vor Farmen gerettet haben, denn es ist  sehr schwierig, diese in neuen Gebieten  anzusiedeln. Oft ist das neue Gebiet bereits von einem Leoparden besetzt und es kommt zu blutigen Kämpfen untereinander. Deshalb ist es dann besser, die Problemleoparden auf unsere speziell dafür unterhaltene Farm unter zubringen.

Mit ihrem Einsatz und ihren Spenden können sie dazu beitragen, das Überleben eines der beeindruckendsten Tiere der Welt zu sichern.