Projects

What can I do?

loewenbaby

Protection of animals costs money. Hence every support, i.e. in form of a donation denotes a big help for us.

Of course you can also participate actively.


 

African Wilddog Research

There are no translations available.

Die wenigen Wildhund-Rudel, die noch im Kalahari-Gebiet und der Magkadigkadi-Region in Botswana leben, sind durch den Konflikt mit dem Menschen stark gefährdet. Immer wieder geraten Wildhunde bei der Nahrungssuche auf Farmland, wo sie zwar genügend Beute finden, jedoch von den Besitzern der Farm gejagt und nicht selten getötet werden. An diesem Punkt setzt das Wildhund-Forschungs-Projekt an, welches von einem Forscherteam vor Ort betreut wird. Durch genaue Beobachtung, Verhaltensstudien und die Nutzung von GPS-Sender-Systemen wird fieberhaft nach einer effektiven Lösung gesucht, die zur dauerhaften Entschärfung des Raubtiere-Mensch-Konfliktes beiträgt – und der Ausrottung einzigartiger Lebewesen ein Ende setzt.

Unser Ziel

Durch gezielte Erforschung der Lebensweise des afrikanischen Wildhundes, sollen die verbliebenen Rudel in der Kalahari langfristig geschützt und die Individuenzahl deutlich erhöht werden. Wir setzen alles daran, das Aussterben dieser einzigartigen Raubtierart zu verhindern und die Populationen in Botswana zu stärken.

Hintergrund

Botswanas Fleischexporte boomen. Europa gilt als der größte Abnehmer des Rindfleisches. Große Teile einst naturbelassener Landflächen sind riesigen Rinderfarmen gewichen. Die wenigen, natürlichen Wasserquellen und fruchtbaren Böden sind umzäunt und von gemütlichen Mastrindern bewohnt. Wo einst viel Platz und Nahrung für Wildtiere war, ist nun nur noch wenig dürres Land geblieben. Natürlich macht das Angebot von Wasser, schattigen Plätzchen und einer reichlichen Auswahl an leichter Beute, die Rinderfarmen auch für ausgehungerte Wildhund-Rudel zum idealen Revier. Hier gibt es von allem genug, um auch für den Nachwuchs zu sorgen – doch die meisten Bauern setzen alles daran, die unerwünschten Raubtiere „unschädlich“ zu machen.

Beschreibung

Anfang Juli 2010 wurden acht Wildhund-Welpen und ein erwachsenes Männchen in unmittelbarer Nähe einer Farm in der Tshabong Region, im südlichen Botswana, von der Behörde für Wildtiere und Naturschutzreservate (DWNP) auf Wunsch des betroffenen Farmers eingefangen. Nach Absprache und in Kooperation mit dem CKGR-Predator Prey Research Team und anderen Forschern vor Ort, wurden die Tiere übergangsweise in ein Gehege des Mokolodi Game Parks gebracht. Dort konnte man die Tiere auf Krankheiten untersuchen und einen geeigneten Auswilderungsplatz für das kleine Rudel finden.

Die Wildhund-Familie wurde daraufhin mit drei anderen, in Gefangenschaft im Grassland- Wildgehege lebenden Wildhund-Weibchen zusammengebracht. Nach einer Eingewöhnungsphase der Tiere in der Gruppe, wurde das neue Rudel im nördlichen Central-Kalahari Game-Reserve (CKGR) ausgesetzt und die weitere Entwicklung über die angelegten Sender via GPS verfolgt.

Um eine Forschung innerhalb des weiten Einzugsgebiet der Raubtiere überhaupt möglich zu machen, sowie das Jagd- und Revierverhalten der Tiere studieren zu können, ist es eine anerkannte Methode, den adulten Tieren Sender anzulegen. Vor allem Fragen nach der Überlebensstrategie, Sozialverhalten innerhalb und zwischen Gruppen, sowie dem Ausbreitungsgebiet der Gruppen stehen im Zentrum der Verhaltensforschung. Durch GPS-Satelliten kann über sehr lange Zeiträume hinweg festgestellt werden, welche der Tiere überleben, welche Strecken zurückgelegt werden oder wo sich der aktuelle Aufenthaltsort jedes Tieres befindet. All dies sind wichtige Informationen, die als Grundlage der Wildhund-Verhaltensstudie dienen.

Meilensteine

Der beschriebene Fall, in dem ein Farmer die Behörden und unser Team über das Vorkommen der Rudel aufklärte, ist ein besonderer Erfolg! Es ist eine sehr viel einfachere und sichere Methode für den Bauern, die Tiere zu erschießen. Deshalb wurde viel Zeit für Aufklärung im Arten – und Naturschutz in der Agrarwirtschaft um die Naturreservate herum investiert. Die Kooperationen mit den ansässigen Bauern sind tolle Erfolge, die in Zukunft noch häufiger Bestand der Arbeit in der Kalahari-Region werden sollen. Nur in Gemeinschaft mit der Landwirtschaft und den zuständigen Farmern, kann ein nachhaltiger Schutz der wildlebenden Raubtiere gewährleistet werden. Eine Schwierigkeit besteht in der Auffindung geeigneter Auswilderungsplätze in freier Wildbahn. Nur noch wenig unberührte Flächen sind übrig geblieben, die nicht durch Dürre oder durch konkurrierende Raubtierrudel besetzt sind. Daher sind Erkenntnisse über das Verhalten der Tiere umso wichtiger, um auch zukünftig noch Gebiete zu finden, in denen die afrikanischen Wildhunde Freiheit leben können.

Das beschriebene Projekt ist ein einzigartiges Projekt seiner Art weltweit, bei dem die botswanischen Behörden mit unabhängigen Wissenschaftlern unseres Teams zusammenarbeiteten. Durch alle gewonnen Erfahrungen und Informationen hoffen wir, gemeinsam eine nachhaltige Lösung zur Entspannung des Raubtier-Mensch-Konfliktes zu finden und den afrikanischen Wildhund vor dem drohenden Aussterben zu bewahren.

Projektkosten

Download der Kostenübersicht